Forschungsschwerpunkte
Die thematischen Schwerpunkte der Forschung an der Fakultät für Informatik sind im Entwicklungsplan der Universität Wien verankert.
Algorithms | Data Science | Systems | Human-Centered Computing
Sie umschließen zeitgemäße Themen der modernen Computerwissenschaften und damit einhergehende Fragestellungen im Hinblick auf die digitale Zukunft.
Algorithms
Der Forschungsschwerpunkt Algorithms entwickelt und analysiert Algorithmen, insbesondere für Netzwerke, die oft als Graphen modelliert werden. Schwerpunkte sind effiziente, skalierbare und energieeffiziente Algorithmen für Anwendungen wie soziale Netzwerke, Cloud-Datenzentren und KI. Es werden dynamische, verteilte und parallele Algorithmen untersucht, auch in Verbindung mit Data Science und neuronalen Netzen. Graph-basierte Ansätze unterstützen neue Computerarchitekturen und parallele Programmiermodelle.
Data Science
Data Science erforscht die Wissensgewinnung aus Daten und ist durch die digitale Transformation in nahezu allen Wissenschaftsbereichen zentral. Anwendungsfelder reichen von Bio- und Lebenswissenschaften bis zu Geisteswissenschaften. Die Fakultät für Informatik der Universität Wien entwickelt Methoden für Datenbanken, Data Mining, Machine Learning und Visualisierung. Enge Verbindungen bestehen zum Forschungsschwerpunkt Algorithms, etwa bei robusten Algorithmen, Text Mining und neuronalen Datenanalysen.
- Bioinformatics and Computational Biology (BCB)
- Data Mining and Machine Learning (DM)
- Neuroinformatics (NI)
- Visualization and Data Analysis (VDA)
- Workflow Systems and Technology (WST)
- Multimedia Information Systems (MIS)
- Scientific Computing (SC)
- Theory and Application of Algorithms (TAA)
- Education, Didactics and Entertainment Computing (EDEN)
- Security and Privacy (SEC)
- Software Architecture (SWA)
Systems
Der Forschungsschwerpunkt Systems untersucht Ansätze, Methoden und Werkzeuge für die Konvergenz von realer und digitaler Welt. Schwerpunkte sind die Entwicklung intelligenter, sicherer und nachvollziehbarer Systeme (z. B. Explainability, Security, Privacy) sowie der Umgang mit verteilten Systemen. Themen wie Cloud Computing, Blockchain, Cyber-Physical Systems, IoT und Industrie 4.0 stehen im Fokus. Ein gestaltungsorientierter Ansatz adressiert disruptive Technologien und komplexe Herausforderungen der Digitalisierung.
Human-Centered Computing
Human-Centered Computing stellt den Menschen in den Mittelpunkt und erforscht Mensch-Computer-Schnittstellen, Inklusionstechnologien, User-Experience und wertebasierten Technikeinsatz. Ziel ist die Verbesserung von Lebensqualität, sozialer Inklusion und Bildung im digitalen Wandel. Enge Verbindungen bestehen zu Data Science (z. B. Visualisierung, Technology-enhanced Learning) und Systems (z. B. Usable Security, Design Thinking). Auch Bildungstechnologien und ethische Fragen der Digitalisierung spielen eine zentrale Rolle.
Zielsetzung
Die Informatik als Wissenschaftsdisziplin hat sich enorm rasch weiterentwickelt. Die Auswirkungen und Nutzungsmöglichkeiten haben sich drastisch erweitert, Inhalte und Methoden der Informatik beeinflussen – nicht erst seit „künstlicher Intelligenz“ (KI) – alle anderen Wissenschaftsdisziplinen und ihre Anwendungen haben vielfältigste Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Speziell in Bezug auf KI trägt die Informatik in der algorithmischen Methodik und in den Technologien, die dieser zugrunde liegen, die führende Rolle.
Unsere Fakultät hat in den letzten Jahren gezielt daran gearbeitet, die mit diesen Entwicklungen verbundenen Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Dabei wird versucht Grundlagenforschung und angewandte Forschung in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten.
Darüber hinaus nimmt unsere Fakultät ihre Verantwortung wahr, während der rasanten Entwicklung und der zunehmenden Anwendung von KI in allen Wissenschaftsbereichen an der Universität unterstützend tätig zu sein, indem sie als Ansprech-, Diskussions- und Kooperationspartnerin in allen Fragen zur Verfügung zu steht.
Disziplinäre Stärke (und die daraus resultierende Sichtbarkeit) sind notwendige Voraussetzungen für eine weitere Zielsetzung unserer Fakultät: Interdisziplinäre Kooperationen im Kontext der Universität Wien sollen gezielt aufgebaut und weiterentwickelt werden. Auch die wichtigen grundlagenorientierten Komponenten der Informatik leisten hier essenzielle Beiträge zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen unserer Zeit.
Ausgehend von den vorhandenen Stärken an der Fakultät liegt der Fokus vor allem auf:
- Bio- und Lebenswissenschaften (ausgehend von der Expertise in den fakultären Forschungsschwerpunkten Algorithms und Data Science, z. B. in den Bereichen Bioinformatik, Neuroinformatik und Computational Drug Design),
- Wirtschaftswissenschaften (ausgehend von der Expertise in den fakultären Forschungsschwerpunkten Systems und Data Science, z. B. in den Bereichen Wirtschaftsinformatik und Security)
- Sozial- und Geisteswissenschaften (ausgehend von der Expertise in den fakultären Forschungsschwerpunkten Human-Centered Computing und Data Science).