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BPMN'12/BPMN-Anwendertag/EMISA'12/AWPN'12

"Der Mensch im Zentrum der Modellierung" hieß es von 12. bis 14. September 2012. Die Universität Wien (Prof. Rinderle-Ma) und die Wirtschaftsuniversität Wien (Prof. Mendling) veranstalteten den BPMN-Anwendertag 2012, den 4th International Workshop on BPMN, den Workshop der GI-Fachgruppe Entwicklungsmethoden für Informationssystem und deren Anwendungen (EMISA) sowie den Workshop Algorithmen und Werkzeuge für Petrinetze (AWPN).

BPMN ist eine grafische Spezifikationssprache in der Wirtschaftsinformatik, mit der Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe modelliert und dokumentiert werden können. Der BPMN-Anwendertag wandte sich explizit auch an ExpertInnen aus Unternehmen und schlägt damit bewusst eine Brücke zwischen Forschung und Praxis. Zur Begrüßung sprach Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Vizerektorin der Universität Wien.

Forum für interessiertes Fachpublikum
Im Rahmen des Workshops und des Anwendertages wurde das Thema BPMN (Business Process Model and Notation) sowohl wissenschaftlich als auch praktisch beleuchtet. Der Anwendertag lieferte einen Überblick über die dynamische Entwicklung im Bereich des Geschäftsprozessmanagements. BPMN wurde 2001 von Stephen A. White entwickelt und hat einen neuen Standard zur Darstellung von Arbeitsabläufen geschaffen. Ziel der Tagung war es, ein Forum für ein interessiertes Fachpublikum aus Wissenschaft und Praxis zu schaffen. Die Veranstaltung wurde unter dem Vorsitz von Stefanie Rinderle-Ma, Vizedekanin der Fakultät für Informatik der Universität Wien, gemeinsam mit Jan Mendling, Leiter des Instituts für Information Business der Wirtschaftsuniversität Wien, organisiert.

Internationale Prozess-Experten in Wien
Als Keynote-Speaker konnten drei renommierte Prozess-Experten gewonnen werden: Stephen A. White, der als Mitarbeiter bei IBM BPMN entwickelt hat, hielt erstmals einen Vortrag in Österreich und spricht zu "BPMN and its Future". White ist Initiator des internationalen Standards Business Process Model and Notation, welche in der Version 2.0 der Object Management Group (OMG) vorliegt. Jakob Freund von der Camunda GmbH referierte über "Praxisgerechte Guidelines für die Arbeit mit BPMN" und Jan Recker, Professor der Queensland University of Technology, sprach zum aktuellen Stand der Prozessmodellierungsforschung – "BPMN Research: What we Know and What we Don't Know".

Einbeziehung des Faktors Mensch
Das EMISA 2012-Fachgruppentreffen am 13. September thematisierte alle Aspekte der Modellierung und des Entwurfs von Informationssystemen und deren Anwendung. Darüber hinaus wurde 2012 insbesondere der Einbeziehung des Faktors Mensch in den Entwurf und die Arbeit mit Informationssystemen Rechnung getragen. Dies betrifft alle Phasen des Lebenszyklus eines Informationssystems, angefangen bei der Wahl der geeigneten Methoden zur Modellierung, bis hin zur Entscheidungs-Unterstützung während der Laufzeit und zur Evolution von Informationssystemen.

Vorträge und Workshops
In vier Fachvorträgen wurde zu aktuellen Themen wie Standardisierung von interorganisationalen Prozessen, Modellanalyse, Unterstützung der Customer Experience und SAP-Integration informiert. Darüber hinaus wurde die Tagung von drei wissenschaftlichen Workshops zu den Themen Prozessmodellierung, Petri-Netz-Analyse und Entwicklungsmethoden für Informationssysteme und deren Anwendung (EMISA) begleitet.

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